Kamera-Hack: Bau dir deine eigenen Filter

Wir mögen Experimente. Espresso mit Tonic? Klar, immer her damit. Unsere liebe Theresa probiert ein neues Tortenrezept aus? Wir spielen mit Vergnügen die Testesser. Und in der Fotografie finden wir Experimente sowieso super. Genau aus diesem Grund hatten wir uns zum Photocase-Tag überlegt, eine kleine Foto-Hacks-Bastelecke einzurichten, wo sich unsere Fotografen austoben und mit Folien, bunten Eddings, Stanzformen und Cutter herumexperimentieren und kreativ werden können. Die Inspiration dafür stammte übrigens von diesem hübschen kleinen Video, das pischare kürzlich bei uns im Fotografen-Forum postete. Leider ist unsere liebevoll vorbereitete Bastelecke am Photocase-Tag erst ein wenig im Trubel untergegangen und danach im Gewitterguss vollends ins Wasser gefallen. Die Ergebnisse unserer Vorab-Tests der Foto-Experimente haben uns aber so gut gefallen, dass wir uns entschieden haben, die Hacks nach und nach hier im Blog zu posten. Wir legen los mit dem “Arty Filter Hack”

Anleitung: Photocase Arty Filter Hack

So funktioniert’s:

Step 1

Folie mit bunten Eddings bemalen.

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Step 2

Folie auseinander ziehen bis ein Loch in der Mitte entsteht. Ihr könnt aber auch Step 2 auslassen, direkt zu Step 3 übergehen und einfach durch die bunte Folie hindurchfotografieren (so haben wir es im Beispielfoto unten gemacht).

Step 3

Über die Linse legen und mit einem Gummiband fixieren.

Step 4

… uuund damit schön bunt fotografieren.

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Alles so schön bunt hier dank mit Eddings bemalter Folie

Welch ein wunderbarer Zufall, dass unsere Fotografin inkje in der letzten Woche auch eine Reihe von Foto-Experimenten mit Folie bei uns veröffentlichte. Wie passend, haben wir uns gedacht und sie gebeten, uns etwas mehr zu ihren Folien-Experimenten zu erzählen:

Hallo Inkje! Wie bist du eigentlich auf die Idee zu den Fotos gekommen und wie sind sie Fotos entstanden?

Die Idee zu den Bildern kam mir durch Zufall, als ich zu Hause im Flur eine Plastiktüte herumliegen sah. Weshalb ich sie in die Hand genommen habe, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hat sie mich da, wo sie lag, einfach gestört. Und die Tatsache, dass ich grad meine kleine Sony RX 100 in der anderen Hand hielt, hat dann irgendwie dazu geführt, dass ich dort, wo ich grad war, einfach die Tüte über den Kopf gezogen habe und mit ausgestrecktem Arm ein bisschen herumexperimentiert habe. Die ersten Ergebnisse sahen so furchtbar morbid aus, dass ich sowohl erschrocken als auch begeistert war. Ich habe das Spiel dann einfach umgedreht, um die Tüte über die Kamera gestülpt, ein kleines Loch hereingerissen und mich fotografiert. Der Zufall war erwünscht. Jedes weitere Bild hat mich neugierig auf das nächste gemacht. Ich wollte einfach ein wenig herumexperimentieren.

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…..” und “breathe, breathe in the air” von inkje

Was war das Spannende für dich an diesen Folien-Experimenten?

Spannend fand ich, dass die Bilder eine so unterschiedliche Wirkung hatten. Manche wirkten durch die verschwommenen Umrisse der Plastikfolie nebelig oder heiß-schwül. Um das zu untermauern, habe ich kurz meine Haare und mein Gesicht nass gemacht. Das Morbide habe ich anschließend durch hohe Kontraste und s/w verstärkt.

“Ein Hauch von Mut” und “Hitze” von inkje

Ein Hauch von Mut” und “Hitze” von inkje

Hast du schon eine Idee, mit was du als nächstes experimentieren wirst?

Das weiß ich noch nicht. Ich hoffe, dass es von ganz allein passiert und mir genau in dem Moment dazu etwas einfällt. Neugierig zu bleiben gefällt mir besser, als vorher alles durchzuplanen. 🙂

Viel Spaß beim Ausprobieren!

4 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Solche spontanen Eingebungen kenne ich, ich habe im Sommer beim Waschmaschine befüllen das Wäschenetz für mich entdeckt und gleich mal gegen das Licht hinaus in meinen Garten fotografiert. Heraus kam diese Lichtdusche:

  2. Der link zum “pischare-Video” funktioniert nicht.

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