Interview: Irinas Reisen Teil II

Letztes Jahr im Winter hatten wir unsere Fotografin Irina hier im Blog über ihre Reise gen Osten, durch Russland bis nach Alaska ausgefragt. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits durch Polen, die Slowakei, die Ukraine und Rumänien gereist. Ganz allein, mit Rucksack, Kamera und einer gehörigen Portion Offenheit und Mut im Gepäck. Sie war in Bulgarien, der Türkei, im Kaukasus, in Kasachstan, Kirgistan, im Osten Russlands und schließlich in Südkorea, bevor sie zurück in Deutschland eine kleine Reisepause eingelegt hat. Hier könnt ihr ihren inspirierenden und mitreißenden Reisebericht nachlesen. Sicher habt ihr euch (wie wir) immer mal wieder gefragt, welche Abenteuer sie seitdem erlebt hat. In unserem aktuellen Interview haben wir sie daher noch mal mit ein paar Fragen gelöchert…

Foto: Irina

Irina im Westen der Mongolei am Har Us Nuur (Schwarzwassersee) (Foto: Irina)

Hi Irina, wie ging es für dich weiter nach deiner kleinen Reisepause? Und was ist seitdem passiert?

Während meiner viermonatigen Reisepause fiel es mir relativ schwer, mich wieder einzugliedern in einen normalen Alltag. Ich fühlte mich eher wie auf der Durchreise und war es ja im Prinzip auch. Dennoch war es danach genauso schwierig, wieder loszufahren und weiter zu machen. War eine merkwürdige Phase und ich würde sie immer irgendwie als Teil der Reise betrachten.

Nach dem finalen Ende meiner Reise im August 2013 fühlte ich mich voller Elan und wollte sofort durchstarten mit einer Doktorarbeit über Waschbären in Georgien. Naja, daraus ist irgendwie nix geworden und im grauen November war meine angesammelte Motivation endgültig verflogen und meine Arbeits- und Perspektivlosigkeit erschien mir endlos. Doch genau dann bekam ich völlig unerwartet einen sehr interessanten, kuriosen Job: Interviewen Sie chinesische Studenten an der Akademischen Prüfstelle der Deutschen Botschaft in Peking für drei Monate! Ok?! Völlig verrückt, aber ein großer Glücksgriff für mich, der mich bereits an die Deutsche Botschaft in Ulaanbaatar/Mongolei geführt hat und im November hoffentlich nach Vietnam und danach wieder für ein paar Monate nach China führen wird. In der Zeit zwischen den Aufträgen reise ich natürlich ;) Und so befinde ich mich gerade auf dem Rückweg von der Mongolei nach Deutschland. Wie immer backpackend, busfahrend, hitchhikend und couchsurfend.

Erzähl uns doch kurz, welche Länder dich im 2. Teil deiner Reise erwartet haben und was du dort erlebt hast.

Der zweite Teil meiner “Weltreise” führte mich von April bis August 2013 zuerst zwei Monate in die Mongolei, dann einen Monat nach China und dann für einen Monat nach Alaska und ins kanadische Yukon Territory. Und ich würde sagen, dass dieser Teil der Reise wohl der beste war. Ich habe so viele unglaubliche Sachen erlebt und tolle Menschen getroffen. Besonders die Mongolei hat sich genau als das Traumland herausgestellt, als das ich es mir vorgestellt habe – ebenso Alaska und der Yukon. China fand ich als Reiseland nicht so geeignet für mich. Ich habe fast nur Städte besucht. Es war aber trotzdem interessant und es ist ein kulinarisches Wunderland – das beste Essen auf der ganzen Reise. :)

In der Mongolei habe ich sämtliche Wildbiologen kontaktiert, die es dort gibt und mit meinem kleinen Interviewprojekt (www.greentrousers.org) offene Türen eingerannt. Ich bekam viele Infos über die laufenden Projekte und durfte eine kurze Zeit sogar beim WWF Mongolia mitarbeiten an deren Schneeleoparden-Projekt. Und so kam es, dass ich eines Tages die unglaubliche Gelegenheit bekam, einer jungen, wilden Schneeleopardin bis auf 20 m nah zu kommen und in die Augen schauen zu können. Das war sicher einer der glücklichsten Momente der ganzen Reise und erscheint mir immer noch sehr surreal. Ebenfalls wunderschön fand ich die Gobi und die generell unendlich erscheinenden Weiten der Mongolei.

In Alaska und im Yukon ging es weiter mit dem Postkartenszenario und Tiersichtungen – dabei waren Grizzlies, ein sehr naher Schwarzbär, ziehende Lachse, ein Buckelwal, Caribous, ein Polarfuchs und Elche. Daher gehört dieser Teil der Erde für mich ebenfalls zu meinen Highlights. Aber dort hatte ich auch die besten menschlichen Begegnungen! Ich bin den größten Teil der Reise mit zwei Israelis zusammen gereist und für uns schien einfach die Sonne, anders lässt es sich nicht sagen ;) Danach war ich hitch-hikend unterwegs und endete zum Abendessen, einigen Drinks in diversen Bars und zur Übernachtung auf einer Yacht! Und das ungewöhnlichste Couchsurfing Bett lag im Küstenregenwald in Alaska nahe Haines in einem kleinen, offenen Baumhaus! Ach und ich habe eine neue Lieblingsstadt: Dawson City im Yukon. Die Goldgräberstadt sprüht immer noch so vor Abenteuerlust und -geist, es herrscht eine unglaubliche Atmosphäre. Besonders wenn im Sommer um drei Uhr nachts die Sonne immer noch nicht hinter’m Horizont verschwunden ist und man alle 15 Bars und Saloons durch hat… Eine tolle Zeit hatte ich dort. Über den Polarkreis hinaus bin ich auch gekommen und habe mit den First Nations frisches Caribousteak gegessen.

Ich könnte euch stundenlang etwas über diesen Teil der Reise erzählen und hoffe, dass ich das mit Einigen mal live nachholen kann.

In Peking gab es dann ja sogar ein Photocase-Usertreffen, richtig? Erzähl uns doch kurz wie es war und wie es dazu kam.

Ja das war total witzig! Ich hatte im Forum gelesen, dass steffne und seine Freundin nach Peking wollten für einen Kurzurlaub. Zur gleichen Zeit lebte ich schon dort wegen meines Jobs an der Prüfstelle. Also haben wir uns dann kurz vor Ostern 2014 direkt zweimal getroffen. An einem Tag sind wir im Glockenturm-Viertel herumspaziert, bewaffnet mit Atemmasken gegen den üblen Smog und natürlich mit unseren Kameras. Beim zweiten Mal haben wir uns die Verbotene Stadt von einem Hügel aus angeschaut im dunstigen Abendlicht und sind danach bei einem sehr scharfen Hotpot versackt. Schön war’s!

Ein Photocase Usertreffen in Peking. (Foto: steffne)

Ein Photocase Usertreffen in Peking. (Foto: steffne)

Bist du deiner Art zu reisen treu geblieben? Also allein mit Rucksack und vorrangig per Bus, Zug oder Schiff?

Ja, ich präferiere weiterhin diese Art des Reisens. Ich möchte so nah wie möglich an den Einheimischen sein und ihre Art des Umherfahrens teilen. Das heißt, ich nutze immer noch das vorhandene öffentliche Verkehrsnetz, was schonmal bedeuten kann, dass man 2 Tage in einem klapprigen Bus sitzt mit null Beinfreiheit, äußerst holprigen “Straßen” aber 50 super interessanten Menschen. Auf dem Weg ins mongolische Altai spielte man zum Beispiel Karten, Geschicklichkeitsspiele und sang kasachische Lieder oder feuerte den Fahrer an, wenn der “gegnerische” Bus überholt wurde. Ich liebe solche Momente und Geschichten und würde es nicht eintauschen wollen gegen einen bequemen, dreistündigen Flug. Nach Alaska musste ich allerdings fliegen. Schiffe gibt’s sicher auch, waren aber für mich unbezahlbar.

Und in Sachen Fotoequipment? Bist du jetzt auch mit Digitalkamera unterwegs? Und wie macht sich das auf Reisen, so vielleicht nicht immer eine Steckdose zum Kamera aufladen in der Nähe ist. Hast du irgendwelche Tipps und Tricks?

Ja, ich habe mir tatsächlich eine Digitalkamera zugelegt (Panasonic Lumix LX7). Ich vermisse meine analogen Kameras aber schon manchmal, ihr Gewicht jedoch nicht. Ich werde die analogen weiter auf Kurztrips nutzen und “Zuhause” (wo auch immer das ist). Das mit dem Akku aufladen ist gar nicht so ein großes Problem. Zum einen hält meiner recht lang, da ich nicht sooo viel fotografiere und zum anderen findet man immer irgendwo irgendwelche Hirten oder Leute, die Strom haben. Zur Not auch mal in einem kleinen Tante-Emma-Laden. Erst kürzlich haben mir zwei russische Jungs geholfen. Ich fuhr mit ihnen per Anhalter und wir mussten eine Nebenstrecke rein und rausfahren wegen einer Lieferung, die sie dort abzugeben hatten. In dem Dorf an der Hauptstrecke kannten sie die Köchin der örtlichen Stolowaya (Imbiss), die dann meinen Akku da behielt. Auf dem Rückweg war er wieder voll und unsere Mägen dann ebenfalls :) Fazit: Einfach nur Leute ansprechen und fragen – es wird einem bestimmt geholfen. Manchmal frage ich mich, ob das in Deutschland wohl auch klappen würde.

Was steht als nächstes auf deinem Plan? Wo geht es hin und was wirst du dort machen? Gibt es neue Sehnsuchtsorte?

Momentan befinde ich mich wie gesagt wieder auf Reisen – auf dem Landweg von Ulaanbaatar nach Berlin. Ich habe bereits das mongolische und russische Altai durchquert und bin quasi auf dem Sprung nach Moskau und St. Petersburg, ein bisschen Kulturprogramm. Danach holt mich ein Freund mit seinem Motorrad in Tallinn ab und wir fahren durch’s Baltikum und Polen zurück nach Berlin – zur Info: Ich bin Ende Juli kurz da. Danach fliege ich nach Israel und besuche die beiden Jungs, die ich in Alaska kennengelernt hatte. Ende August bin ich dann wieder in Berlin für ein paar Wochen. Im November geht es dann zum Arbeiten nach Vietnam und dann wieder nach China über den Winter.

Neue Sehnsuchtsorte sind nicht hinzugekommen, aber es gibt noch genug alte, die es abzuklappern gilt :) Zum Beispiel würde ich sehr gerne mal nach Island, Grönland, nach Chukotka und Kamchatka, Schottland, die skandinavische Polarregion und ich war immer noch nicht auf den Aleuten…

Dank meines Jobs kann ich weiterhin mehrmonatige Reisen machen. Ob ich das aber für die nächsten zehn Jahre so machen will, weiß ich nicht. Es ist auch schön ein Zuhause zu haben. Das habe ich allerdings noch nicht gefunden…

Hier noch ein paar fotografische Eindrücke von ihrer Reise:

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“Oasis” von Irina – Zum Foto

Das Bild entstand in einem kleinen Oasendorf in der mongolischen Wüste Gobi, ganz im Südwesten des Landes. Es ist eigentlich ein Schwarzweißbild. Ich habe es mit meiner Boxkamera aufgenommen und das Negativ danach digital abfotografiert durch ein Bochumer Fenster mit Abendhimmel im Hintergrund. Die dadurch hinzugekommenen Farben geben dem Ort genau die Atmosphäre die dort herrschte: warm, sandig und manchmal flirrend dunstig, irgendwie einsam und doch belebt.

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“Mongolia Hiking” von Irina

Noch im Kaukasus hatte ich ziemliche Höhenangst, doch während der Arbeit mit dem WWF musste ich steile Geröllhänge auf 2500m rauf und runterlaufen und die Gegend ohne erkennbare Wege nach Schneeleopardenspuren absuchen. Es war körperlich anstrengend mit den mongolischen Kollegen mitzuhalten und zudem war es mir doch recht mulmig angesichts solcher Abhänge. Doch nach zwei Tagen war ich von meiner Höhenangst irgendwie kuriert. Wahrscheinlich weil die Mongolen so eine Ruhe und Sicherheit ausstrahlten und so natürlich mit ihrer Umgebung umgingen, das sich das einfach auf mich übertrug :)

Herzlichen Dank, Weltenbummlerin Irina! Hier geht’s zu ihrem Userprofil.

Interview: an.ne
Fotos: Irina, steffne

La Chamanسبعة
7. Photocase-Tag in Berlin

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August ist Photocase Tag-Zeit! Wir trommeln wieder zu einem entspannten Usertreffen in Berlin, dem wir in altbewährter Tradition in diesem Jahr den klangvollen Namen “La Chamanسبعة” gegeben haben. Für alle, die sich jetzt fragen, wie man das ausspricht, hat unser hauseigener Linguist da mal was vorbereitet. Hier der neue Eintrag im Photocase-Wörterbuch:

Chamanسبعة, La
Wortart: Substantiv, feminin
Aussprache: La Chamansabaa
Bedeutung: 7. Photocase-Tag in Berlin
Synonym von: La Chamandings

Der Tag des Geschehens wird Samstag, 9. August 2014 sein. Nachdem wir in den letzten Jahren schon Friedrichshain, Kreuzberg und Mitte unsicher gemacht haben, ziehen wir diesmal nach Neukölln. In den gemütlichen Garten und das Café der Werkstatt der Kulturen. Dort kann man schön im grünen sitzen und auf der Hollywoodschaukel lässig abhängen und die Beine baumeln lassen. Neben Essen und Trinken wird es natürlich auch wieder einen Fotocontest geben. Unser legendärer Photocase Wanderpokal muss schließlich seinen neuen Besitzer finden. :)

Die Eckdaten:

Wo? Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin Neukölln (Ort auf Google Maps)
Wann? Samstag, 9. August 2014
Dauer: 14 Uhr bis Schluss
Kosten: 10 Euro
Wichtig: Bitte bis zum 01. August hier anmelden.

Anmeldung und alle wichtigen Details findet ihr hier.

Und so war’s übrigens letztes Jahr:

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch! :)

RSVP auf Facebook

Mama uhuhuhuhhh – Fotografie mit dem Lensbaby

Dies ist ein Gastbeitrag von unserer Fotografen ginger. und der Auftakt unserer neuen Reihe “Foto Hacks und Effekte”. Falls du auch Lust hast, für uns einen Beitrag zu einer Kamera-Spielerei oder einer Methode zu schreiben, oder wenn du spannende Tipps und Tricks hast, die du gern mit der Photocase Community teilen möchtest, melde dich bei uns. Vielen Dank an ginger. für den ersten Beitrag und auch an han.lei für die Inspiration zur Reihe. Es geht los mit Lensbaby. Viel Spaß!

Lensbaby “Composer” und “Composer Pro” mit Objektiveinsatz “Edge 80” (Fotos: HapaTeam)

Lensbaby “Composer” und “Composer Pro” mit Objektiveinsatz “Edge 80” (Fotos: HapaTeam)

Ich liebe das Lensbaby. Schon als ich die Packung mit meinen ersten Lensbaby-Objektiv öffnete, es heraus nahm und mir dann das Wort „MAMA?“ entgegensprang, war es um mich geschehen. Ja, es ist ein Baby. Du musst alles für es tun, nichts kann es allein.

Autofokus? Fehlanzeige. Brennweite? Fest, ca. 50 mm. Blende? Für die meisten Lensbaby-Objektiveinsätze gibt es auswechselbare magnetische Einlegeblättchen mit Blenden von 2.8f bis 22f. Lensbaby braucht Spielzeug: Es gibt ein umfangreiches Accessory-Kit – Kreativblendenplättchen mit Vogel-, Diamanten-, Klecks-, Herz-, Stern- und weiteren Einstanzungen, Blankoblättchen zum Selbstgestalten, diverse Objektiveinsätze – Single Glass Optik, Double Glass Optik, Plastik Optik und welche mit Lochkamera-Effekt (Pinhole/Zoneplate), Makrokonverter, Weitwinkel-, Teleoptiken.

Samstag ist Waschtag. – zum Foto Lensbaby Composer, Double Glass

Samstag ist Waschtag. – zum Foto
Lensbaby Composer, Double Glass

Licht im Schatten – zum Foto Lensbaby Composer, Zoneplate-Objektiv

Licht im Schatten – zum Foto
Lensbaby Composer, Zoneplate-Objektiv

In den beiden letzten Jahren hat Lensbaby zwei recht hochwertige Objektiveinsätze, das Sweet 35 und das Edge 80, rausgebracht. Diese beiden haben einen Ring, mit dem du die Blende einstellen kannst. Fast so ein bisschen wie: Lensbaby lernt laufen, Lensbaby kommt ins Kleinkindalter.

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“UT Köln | Ehrenfeld | Entering the Lightdeck ;)” – Zum Foto
Lensbaby Composer, Edge 80

Dennoch: Ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl muss schon sein. Analoge Technik an digitaler Kamera. Das heißt aber auch: Wenn du mit Lensbaby fotografierst, lernst du deine Kamera besser kennen, du verlässt dich nicht mehr auf diverse Automatiken, wählst deine Motive sorgfältiger aus. Und es macht Spaß, ist ein schönes Spielzeug. Mit ein wenig Übung entstehen faszinierende Bilder.

Es gibt diverse Lensbabies: das „Muse“, das „Control Freak“, das „Composer (Pro)“ und das „Spark“. Alle Lensbabies sind bieg-, bzw. schwenkbar. Ich selbst habe mit dem Composer angefangen und habe es mittlerweile in der Pro-Version (etwas wertiger) für meine Canon EOS 7d. Das Composer-Lensbaby besitzt ein Kugelgelenk, kann in alle Richtungen geschwenkt werden. Dadurch verschwindet oder zerfließt ein Teil des Bildes in der Unschärfe. Durch Einlegen der unterschiedlichen Blendenplättchen wird dabei, anders als bei anderen Objektiven, nicht die Schärfentiefe erhöht, sondern der sogenannte „Sweet Spot“, der Fokuspunkt verbreitert. Das Schwenken ermöglicht einen (künstlerischen) Tilt-Shift-Effekt. Zunächst ist es gut, mit Blende 4 oder 5.6 (bei gutem Tageslicht) anzufangen und es nicht zu extrem zu biegen, um die Sache mit dem „Sweet Spot“ hinzubekommen.

Die Experimentfreude kommt, so war es zumindest bei mir, von ganz alleine. In der britischen Serie Misfits wurde Lensbaby sogar als Filmobjektiv eingesetzt. Mein Lieblingsbuch zum Thema „Lensbaby“ hat Corey Hilz geschrieben: Lensbaby: Bending your perspective – mit vielen Bildern, die inspirieren. Auf youtube lassen sich mittlerweile viele Workshop-Videos finden.

Hier auf Photocase gibt es einige Fotograf*innen, die mit Lensbaby fotografieren. Hier ein paar Beispiele:

"Damals, im Sommer, als es 30 Grad hatte" von kemai – zum Foto

“Damals, im Sommer, als es 30 Grad hatte” von kemai – zum Foto

"Murano" von dioxin – zum Foto

“Murano” von dioxin – zum Foto

"I have been" von morningside – zum Foto

“I have been” von morningside – zum Foto

Photocase Fotografen Portrait: katdoubleve

Wenn wir so durch unseren Fotobrowser stöbern, bleiben wir immer wieder an tollen Fotos hängen. In letzter Zeit sind uns besonders die wunderbar natürlichen Fotos von unserer Fotografin katdoubleve aufgefallen. Höchste Zeit also für ein Interview mit ihr und hier kommt es.

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Kat aka katdoubleve ist seit 2011 und mit derzeit 63 Fotos bei Photocase dabei

Hi! Bitte erzähl uns kurz was zu dir. Wer bist du und wie bist du zur Fotografie gekommen?

Hey ich bin Kat. Eine hoffnungslose Katzenliebhaberin, begeisterte Träumerin und hauptberufliche Mediengestalterin. Ich liebe gute Musik, lebensfrohe Menschen, Vielfalt ohne Ausnahmen und ab und zu einen guten Wein mit meinen Freunden. Die Kamera meiner Eltern gab mir schon den ersten Reiz, mich mit der bunten Welt der Fotografie zu beschäftigen. Es fasziniert mich, die Momente festzuhalten, die vielen erst durch die Fotos bewusst werden.

la mer – zum Foto

la mer – zum Foto

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la douce tentation – zum Foto

Wie bist du zu Photocase gekommen?

Photocase hat mich schon eine sehr lange Zeit begleitet und mir oft in meiner beruflichen Arbeit geholfen. Als Mediengestalterin sind gerade authentische und natürliche Fotos Mangelware. Bei Photocase findet man genau diese Bilder. Deswegen finde ich es großartig, auch meine Fotos hier zeigen zu können. Ich freue mich immer wieder, dass meine Fotos auf so große Begeisterung stoßen. Dabei haben viele meiner Fotos oft Schnappschusscharakter. Vielleicht ist es gerade das, was meine Fotos ausmacht.

Quand je suis avec toi – zum Foto

Quand je suis avec toi – zum Foto

Was bedeutet Fotografie für dich? Hast du Themen oder Motive, die in deinen Fotos immer wiederkehren und warum findest du diese spannend und wichtig?

Meine Liebe zur Natur, zur Vielfalt, zur Liebe selbst und meine Homosexualität finden einen besonderen Platz in meinen Bildern. Homosexualität ist für mich absolut natürlich und selbstverständlich. Ich merke aber immer wieder, dass trotzdem noch viele Menschen sogar starkes Befremdlichkeits-Empfinden vor Homosexuellen oder Homosexualität haben. Da in den Medien immer noch vor allem ein konservatives Bild von Beziehungen und Partnerschaft publiziert wird, versuche ich, selbst mit meiner Fotografie für Toleranz zu werben und für dieses Thema zu sensibilisieren. Be gay, it’s okay. Deshalb ist es für mich relevant, sich dem Thema der Homosexualität künstlerisch anzunehmen, um als Fotografin gesellschaftspolitisch mitzuwirken. Fotografie ist für mich ein Medium die Dinge aus meiner Sicht auszudrücken.

c'est une histoire d'amour – zum Foto

c’est une histoire d’amour – zum Foto

La joie prolonge la vie – zum Foto

La joie prolonge la vie – zum Foto

Ich bewundere deswegen auch vor allem die Fotografen bei Photocase, die dieses Thema mit ihren Fotos bewusst machen und der heteronormativen Dominanz umgehen (hier im meinen Favoriten gibt es ein paar schöne Beispiele), denn stereotypische Darstellungen nehmen auch im fotografischen Sinne viel Raum ein.

Mit welcher Kamera fotografierst du?

Von meinem ersten Geld als Mediengestalterin und zusammen mit meiner Cousine, habe ich mir meine erste Canon 5D mark II gekauft. Wir sind beide total fotobegeistert. Mit meinem Lieblingsobjektiv f1.2 50mm habe ich meinen Stil entdeckt. Ich liebe es mit Unschärfe zu arbeiten und damit einzelne Aspekte in den Vordergrund zu stellen.

La joie prolonge la vie – zum Foto

La joie prolonge la vie – zum Foto

Vielen Dank, katdoubleve! Hier geht’s zu ihrem Userprofil.

Interview: an.ne
Fotos: katdoubleve

Neues Update: Photocase Login und Registrierung

Update: Das Einspielen des Updates und die damit verbundene kurze Auszeit verschiebt sich auf Sonntag.

Kommse ran, Kommse rein. Bei uns steht mal wieder ein kleines Update bevor. Diesmal hatten wir uns den Login- und Registrierungsprozess vorgenommen. Hier im Einzelnen, was es nach dem Update (das wir für dieses Wochenende eingeplant haben) Neues geben wird.

Neues Login

Das Einloggen ist jetzt auch per Emailadresse + Passwort möglich. (Vorher ging das nur mit Username + Passwort, was ab und an zu Missverständnissen geführt hat.) Wer mag, kann sich mit dem neuen Login auch über Facebook, Twitter und Google+ einloggen.

Hallo und los geht’s. Logg dich ein mit Deiner Emailadresse oder Deinem Benutzernamen.

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Registrierung

Neue User können sich ab jetzt schnell und bequem über Facebook, Twitter und Google+ bei Photocase registrieren. Wer trotzdem den klassischen Weg der Registrierung bevorzugt, für den haben wir das Registrierungsformular verkürzt und damit geht die Anmeldung jetzt noch schneller.

Email, Benutzername, Passwort und fertig ist der

Email, Benutzername, Passwort und fertig ist der Lack Photocase Benutzeraccount.

Hallo! Schön, dass du da bist.

Nach erfolgreicher Registrierung kommen neue User jetzt auf einer neuen Willkommens-Seite raus. Mit allen wichtigen Infos für einen guten Start bei Photocase (und persönlicher Begrüßung durch uns).

PhotocaseWelcome

“Hui, schickes neues Benutzerfoto!”

Was für die “alten Hasen” unter euch wahrscheinlich neben dem neuen Login vor allem relevant sein wird, ist das Hochladen und Ändern des Benutzerfotos. Wir geben zu, ein Avatar bei uns hochzuladen war bisher eher eine Aufgabe für Fortgeschrittene. Die Pixelschere könnt ihr jetzt aber getrost beiseite legen. Nach dem neuen Update geht das dann super einfach. Bild hochladen, Ausschnitt wählen, fertig. Statt Nutzerprofilfoto und kleinem Avatarbild wird es nur noch 1 Avatar geben. Um das Zurechtschneiden kümmern wir uns. (Noch ein Hinweis für die “alten Hasen”: Die alten Benutzerfotos bleiben noch in zweifacher Ausführung bestehen bis ein neues Foto hochgeladen wird.)

Hochgeladen werden können JPGs, PNGs oder GIFs. GIF Dateien allerdings nur ohne Animation. Macht schon mal die Kameras warm für neue Avantar-Fotos. Kai hat bereits den Anfang gemacht. ;)

photocase_avatar

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Ablauf: Voraussichtlich wird es am Samstag aufgrund des Updates eine kleine Auszeit geben. Die sollte aber nicht lange dauern.

Wir hoffen, euch gefallen die Neuerungen. Habt ein schönes Wochenende!