Photocase Fotografinnen Portrait: crashed

Wenn wir durch unseren Fotobrowser stöbern, entdecken wir immer wieder tolle Fotos. In den letzten Wochen sind uns besonders die beeindruckenden Portraits unserer Fotografin crashed aufgefallen. Grund genug für uns, sie mit ein paar Fragen zu löchern. Hier kommt das Interview:

crashed-portrait

Saskia aka crashed ist seit 2007 bei Photocase und derzeit mit 61 Fotos dabei.

Hallo! Bitte erzähl uns kurz was zu dir. Wer bist du und wie bist du zur Fotografie gekommen?

Mein Name ist Saskia, ich bin 25 Jahre alt und mache momentan meinen Master in Kunstgeschichte. Ich fotografiere seit mehr als 10 Jahren, aber so richtig ausgeprägt hat sich meine Leidenschaft erst seitdem ich viel und häufig auf Reisen bin. Schon als Kind und Teenager habe ich regelmäßig mit der analogen SLR meines Vaters hantiert und mit diversen Lomokameras herumexperimentiert, bevor das Ganze dann nach und nach etwas seriöser wurde.

take me for a ride. von crashed
take me for a ride.

Wie bist du bei Photocase gelandet?

Das war Zufall! 2007, noch während meiner Schulzeit, machte ich mich auf die Suche nach Plattformen, in denen ich meine Fotos präsentieren und Feedback erhalten kann. Ich meldete mich bei unterschiedlichsten Seiten an, aber schnell verlor ich das Interesse an den meisten, hauptsächlich durch die Bilderflut von mittelmäßigen bis schlechten Fotos. Der Reiz an Photocase lag und liegt darin, dass es gar nicht erst jedes Foto auf die Seite schafft. Das Geldverdienen stand eher im Hintergrund, aber als dann zum ersten Mal Belegexemplare von Magazinen etc. mit meinen Fotos bei mir eintrafen, da hatte mich Photocase endgültig am Haken…

Was bedeutet Fotografie für dich? Hast du Themen oder Motive, die in deinen Foto immer wiederkehren und warum findest du diese spannend und wichtig?

Fotografie ist ein wichtiger Teil von mir. Ich sehe darin eine Möglichkeit Dinge festzuhalten, die ich nicht in Worte fassen kann. Dinge, die für andere zunächst unsichtbar sind und dann durch meine Fotos sichtbar werden und eine Geschichte erzählen. In einer Zeit, in der die Dinge vergänglicher sind denn je, scheint das Festhalten von Momenten immer wichtiger zu werden. Fotografie bedeutet auch Freiheit, Kreativität ist grenzenlos. Mensch und Natur stehen für mich im Vordergrund – beide absolut wandelbar und ständiger Veränderung ausgesetzt.

The look. von crashed
The look.

Auf Photocase hast du in den vergangenen Wochen spannende Portraits veröffentlicht. Wie ist deine Serie “African Models” entstanden?

Die Serie ist während meines aktuellsten Aufenthalts in Kenia von Anfang Januar bis Ende März entstanden. Nach Kenia reise ich seit 2010 regelmäßig und habe mittlerweile fast zwei Jahre dort verbracht und mit verschiedenen NGOs zusammengearbeitet. Im Januar lernte ich die beiden Models Lyimmo und Phil kennen, die gerade dabei sind, sich in der ostafrikanischen Modewelt als Models und Designer zu etablieren. Relativ schnell war uns klar, dass wir zusammenarbeiten möchten. Nachdem die Locations gefunden waren, entstand ein Mix aus Ausdrucksstärke, Urbanität und Fashion im modernen Afrika.

Was macht für dich den Reiz der Portraifotografie aus? Welche Aussagen möchtest du mit deinen Portraits machen? 

Der größte Reiz ist sicherlich die direkte Zusammenarbeit mit einem oder mehreren anderen Menschen und das Zusammenspiel von Ideen und Konzepten, sodass so manches Mal Resultate entstehen, mit denen ich niemals gerechnet hätte und die mich völlig umhauen. Bei der Portraitfotografie ist der persönliche Lerneffekt für mich am intensivsten. Ich bin immer wieder fasziniert wie vielseitig Gesicht und Körper durch Mimik und Gestik einsetzbar sind – gibt es ein wandelbareres Motiv als den Menschen?

Bei meinen Portraits ist es mir wichtig den Charakter einer Person mit möglichst wenigen Hilfsmitteln, also vorwiegend über Ausdruck und Spannung wiederzugeben.

Lost in thoughts. von crashed
Lost in thoughts.

Mit welcher Kamera fotografierst du?

Ich fotografiere mit der Nikon D5100, ich verwende verschiedene Objektive, momentan am liebsten das Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8G, auf Reisen auch gerne mal ein 18-200 von Sigma. Das ist jetzt sicherlich kein Profiequipment, aber mehr gibt meine Studentengeldbörse momentan noch nicht her…

Vielen Dank für das Interview, liebe Saskia! Hier geht’s zu ihrem Profil.

Interview: Theresa

Fotos: crashed

2 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Hallo Saskia,

    durch Zufall bin ich im Internet auf diese Seite gestoßen. Deine Fotos sind wirklich ganz besonders. Man merkt, dass Du Dich für die Menschen hinter der Kamera wirklich interessierst. Die Fotos erzählen eine Geschichte, die in die Tiefe geht. Das vermisse ich oft bei anderen Fotografen. Mach weiter so!

    Liebe Grüße, Johannes

  2. Hallöchen Saskia,
    du bist eine tolle Fotografin. Deine Bilder haben etwas individuelles. Viel Erfolg noch in der Zukunft!
    LG aus Marling

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