Auf dem Mars mit misterQM

Hallo Erdlinge! Unser Fotograf misterQM kommt viel rum in der Welt und so bevölkern viele spannende Reisefotos sein Photocase-Portfolio. Mit seiner letzten Reihe “We Come In Peace!” gesellten sich dazu sogar Eindrücke von einer extraterrestrischen Expedition. Wie es dazu kam und wie es auf dem Mars so war, hat misterQM uns in diesem Interview erzählt.

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Hallo misterQM. Erzähl uns doch kurz was von dir. Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Für mich ist Fotografie ein guter kreativer Ausgleich. Es hat mich einfach schon früh fasziniert Momente einzufangen. Woher das kam? Reingerutscht bin ich durch meine Eltern. Die haben mich als ich noch kleiner war, einfach mit rund um die Welt geschleift. Wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Da habe ich natürlich immer gesehen, wie speziell mein Vater, ständig durch die Landschaft gefegt ist, um alles für’s Familienalbum festzuhalten. Damals noch mit mehr Konzentration auf das Wesentliche, dank der guten alten 36er-Filme.

Dann kam die digitale Fotografie und mit ihr die gefühlt immer schnellere Entwicklung der Kameramodelle. Das bot mir eine tolle Gelegenheit. Denn jedes Mal, wenn mein Vater sich ein neues Model kaufte, heimste ich mir das Vorgängermodel ein und knipste los. Früher war es bei mir wirklich „knipsen“. Also ein unkoordiniertes drauflos Geballer… Die Wende kam wirklich durch Photocase. Damals bin ich eher durch Zufall auf die Plattform aufmerksam geworden. Durch den FreeCreditMonday (3 Bilder kostenlos), um genau zu sein. Irgendwann dachte ich mir dann: Kannst ja mal was zurückgeben und zumindest mal versuchen, ein Bild rein zu bekommen. Circa 600, in meinen Augen tolle, von euch aber konsequent abgelehnte Fotos später (und wer den alten Uploader noch kennt, weiß wie viel Zeit da ins Land gegangen ist), habt ihr meinen Ehrgeiz geweckt…

Wie bist du auf die Idee für die Reihe gekommen?

Erwartet da jetzt nicht die übelste Story. Ich versuch mich selber kreativ zu halten und schlag jeden Morgen vorm Frühstück zwei mal mit der Stirn auf den Tisch. Einmal reicht nicht, hab ich gemerkt, aber drei mal – hab ich gelesen – soll nicht gut sein. 😉

Die Idee kam mir direkt vor Ort in der Landschaft. Die Reihe ist auf den Kanaren entstanden, um genau zu sein auf Fuerteventura. Die Insel steckt voller Überraschungen. Als ich das erste Mal dahin geflogen bin und kurz vor der Landung die Insel sah, dachte ich nur… Was für eine hässliche Insel. Sehr trist und ab und zu so eine typische spanische Betonsiedlung. Allerdings gibt es auf der Insel auch sehr schöne, abgelegene Plätze. Genau an so einem stand ich, als mir die Idee kam. Die Landschaft wirkte auf mich, als ob ich gerade auf dem Mars stehe und da war die Idee auch schon geboren. Das eine ist die Idee, das andere die Umsetzung. Zum Glück war ich zu der Zeit mit sehr guten Freunden zum Surfen auf der Insel die mindestens genau so bekloppt sind, wie ich. Also mussten sie sich nur noch einwickeln lassen…

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“Hello V” von misterQM – zum Foto

Wie seid ihr die Umsetzung angegangen?

Bei spontanen Leuten benötigt man nicht viel Vorbereitungszeit. Die Idee kam. Dann habe ich gesagt: „Wir müssen in den Supermarkt”. Dann haben wir die Alufolie und dazu ein Erste-Hilfe-Set mit 50 Pflastern gekauft, Klebeband war keins da und dann ging es mit dem Auto zurück in die Pampa. Bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke ich habe erst, als wir wieder am Ort des Geschehens waren, gesagt, was jetzt passieren wird…

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“Hello X” von misterQM – zum Foto

Der Raumanzug besteht also einfach aus gewöhnlicher Alufolie?

Genau, die gute alte Alufolie aus dem Supermarkt. Oder besser gesagt aus dem „HiperDino“, ohne jedoch Werbung machen zu wollen. Oder ich mach doch Werbung: Die sind toll und der Laden mit der größten Auswahl dort! *schreiend-vor-anti-product-placement-team-weglauf*

Das Einzige was ich unterschätzt habe, war die Temperatur. Als das Sonnenlicht dann weg war, ist es ganz schön frisch geworden. Die Alufolie konnte da nicht viel gegen den Inselwind setzen. Also an das Model kann ich nur die Aussage richten: Danke, Hut ab und Chapeau!

Mit welcher Ausrüstung hast du fotografiert?

Mit dabei war das gewichtstechnisch so oft nervende Dreibein. Meine Kamera ist eine Canon EOS 5D Mark II. Das Canon 24-70mm war das passende Objektiv. Für’s „Malen“ hab ich eine einfache Taschenlampe verwendet. Was braucht es noch? Gute Turnschuhe und Ausdauer, um zig mal durch das Bild zu rennen und selber nie still zu stehen damit ich nicht im Bild bin. Dabei ständig mit der Taschenlampe ins Nichts zu malen und sich dabei trotz all dem Marsgestein nicht auf die Nase zu legen.

Die Fotos wurden alle ungefähr 20 Sekunden belichtet und das Model wurde zu Beginn der Belichtungszeit angeblitzt.

"Wir kommen in Frieden." von misterQM

“Wir kommen in Frieden.” von misterQM – zum Foto

Danke misterQM! Hier geht’s zu seinem Userprofil.

4 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Ich liebe solche Lichtspielereien – leider habe ich nicht genug Zeit dazu ….. bzw ich nehme sie mir nicht mehr 🙁

  2. Tolle Fotos und dass es eine spontane Geschichte war macht es umso besser! – Daumen hoch! 🙂

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